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 Meet Me At The Night

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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 10:56 am

[center][b]Wer?[/b]
Dominic Josue Byfield & Kassiopeia Lloyd

[b]Wann?[/b]
6. Klasse

[b]Wo?[/b]
Hogwarts-Ländereien

~*[+]*~[/center]

Es war schon spät am Abend, als Kassi sich dazu entschlossen hatte, noch einmal hinaus auf die Ländereien zu gehen. Die Ausgangssperre rückte näher, doch was interessierte sie das? Sie war eine Rumtreiberin, die hielt sich nicht an die Ausgangssperre. Dumm nur, wenn sie eventuell ihrem Bruder über den Weg laufen sollte. Er war zwar der lockerste Kerl, den sie kannte, doch auch er versuchte, Kassi zurechtzuweisen, wenn es darauf ankam. Und jetzt, wo er Praktikant an Hogwarts war...
Die Hände in den Hosentaschen vergrabend, schlenderte sie in Richtung Verbotenen Wald. Wie immer zog dieser sie magisch an. Was sie schon alles mit James und den Jungs erlebt hatte... Davon träumten andere nicht einmal. Kurz vor dem dichter werdenden Wurzelwerk hielt Kassi an und blickte zwischen die Bäume hindurch in den Wald. Man erkannte so gut wie nichts, denn sobald es dunkel wurde, war es im Wald finster. So finster, dass man in der tiefsten Nacht nicht einmal seine Hand vor Augen sah. Auf ihrer Unterlippe kauend, seufzte die junge Schülerin. Ihr war langweilig, sie brauchte Beschäftigung.
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 11:31 am

Es war eine 'schwere' Nacht, wie Dominic zu sagen pflegte. Er merkte bereits jetzt, dass ihm der Schlaf verweigert bleiben würde, wenn er auf diese Weise schlafen ging. Aus diesem Grund hatte er sich auf die Ländereien begeben, denn körperliche Arbeit war das beste Mittel gegen jegliche Schlafstörungen. Dieses simple Prinzip hatten die meisten Menschen nicht verstanden & aus diesem Grund jammerte wohl auch die halbe Menschheit darüber. Wie auch immer, es war nicht sein Problem. Nahe der Hütte des Wildhüters befand sich die Gelegenheit, Holzscheite zu spalten. Anfangs hatte der 21-Jährge noch Jeans, Thsirt & Sweatshirt getragen - mittlerweile trug er nur noch Jeans & Tshirt, während sich schweiß auf seiner Stirn & seinem Rücken bildete. Den linken Arm hatte der junge Mann mit einer Mullbinde verbunden - für den unwahrscheinlich Fall, dass er um diese Zeit noch jemandem auf den Ländereien begegnen sollte.
Und dieser unwahrscheinliche Fall sollte sich nach einiger Zeit auch einstellen. Während Dominic mit dem Rücken zum verbotenen Wald gearbeitet hatte, erkannte er im Gegenlicht des gewaltigen Schlosses gut, dass in einiger Entfernung eine recht zierliche Gestalt den Hang hinablief. Welcher der Schüler verirrte sich bloß um diese Zeit noch nach Draußen? Dominic war zwar selber kein Freund von Regeln & Vorschriften - er hatte an seiner Schule selber gerne etwas ausgeheckt, aber hier musste er nunmal dafür Sorgen, dass die Schüler sich an die Regeln hielten. Und diese Aufgabe ging ihm manchmal tierisch auf den Geist. Waren diese Schüler denn so unendlich begriffsstutzig. Kurz überlegte er so zu tun, als hätte er die Person einfach nicht wahrgenommen, aber er wusste, wie blauäugig das gewesen wäre. Damit schlug er die Axt ein letztes Mal in den Holzblock & nahm dann sein Sweatshirt von der Erde auf, ehe er sich nun den Hang leicht hinauf in Bewegung setzte. Er schwitzte noch immer & fuhr sich mehrfach mit dem Unterarm über die Stirn, um sich damit etwas zu 'richten'.
"[color:1128=white]Ey[/color]", das klang nicht freundlich. Eher streng. Streng konnte Dominic manchmal gut. "[color:1128=white]Das ist nicht die richtige Zeit, um noch hier draußen herum zu streuen[/color]", da er sich der Gestalt schräg näherte erkannte er nun lediglich, dass es sich um eine Schülerin handelte, das Gesicht war ihm durch die Dunkelheit allerdings noch nicht gänzlich offenbart. Seine Schritte beschleunigten sich kurzzeitig, um auch die letzten Meter zu überwinden. "[color:1128=white]Ey[/color]", er griff nach ihrem Arm & wandte sie nun zu sich um. "[color:1128=white]Miss Lloyd[/color]", stellte er dann fest, "[color:1128=white]Zeit fürs Bettchen.[/color]"
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 11:54 am

Eine strenge Stimme riss Kassi aus ihren Gedanken. Doch damit nicht genug. Es wurde auch nach ihrem Arm gegriffen, was sie nicht sehr prickelnd fand. Finster sah sie die Person an und erkannte sie als Praktikanten von Hogwarts. Byfield, wenn sie sich recht erinnerte. Er war immer in den Pflege magischer Geschöpfe-Stunden anwesend, etwas, was Kassi so am Rande wahrnahm. Sie begeisterte sich viel zu viel für den Unterricht, als dass sie auf die Personen achtete, die um sie herum liefen.
Murrend riss Kassi sich von ihm los und entfernte sich einen Schritt nach hinten. Ihre dunklen Augen glitten über die Statur des jungen Mannes. Sie gestand sich ein, dass er wirklich sehr gut aussah. Aber das war jetzt nicht Gegenstand der Sitzung.
[color:6869=crimson]"Ich weiß selbst wie spät es ist, danke"[/color], erwiderte sie schnaubend. [color:6869=crimson]"Außerdem ist noch keine Ausgangssperre."[/color]
Sie hasste es, wenn man sie zurechtwies. Egal um wen es sich handelte. Allerdings waren die meisten Personen, die das taten, auch netter. Und nicht so grob wie der Herr vor ihr. Sie wusste nicht, was sie von ihm halten sollte. Mochte sie ihn? Hasste sie ihn? Er war auf jeden Fall in Iros Alter. Ob die beiden sich kannten? Bestimmt nicht. Jedenfalls nicht aus Hogwarts-Zeiten.
Kassis Augen glitten noch einmal an ihm herab und blieben an seinem linken Unterarm hängen. Dort strahlte im Mondlicht die weiße Mullbinde. Sie war nicht taktlos genug, um ihn darauf anzusprechen. Stattdessen sah sie ihn wieder an, der Schweiß stand ihm noch auf der Stirn, das erkannte sie auch in der Dunkelheit.
Sich eine Haarsträhne zurückstreichend, die nicht in den Pferdeschwanz gepasst hatte, verschränkte sie nun die Arme vor der Brust.
[color:6869=crimson]"Es ist auch nicht die Zeit, um draußen noch Holz zu hacken"[/color], meinte sie leicht dahin und nickte in Richtung des Baumstumpfes, wo ein Holzscheit stand, in dem die Axt haftete.
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 12:13 pm

Mit einem Ruck befreite sie sich aus seinem Griff. Er ließ es gewähren - warum auch nicht? Er hatte schließlich nicht vor, ihr unnötigerweise zu nahe zu kommen. Er hatte sie bloß davon abhalten wollen, dass sie weiter lief, um dann mit ihr zu sprechen, ohne ihr hinterher hetzen zu müssen. Sie hatte Recht - noch war keine Ausgangssperre. Dominic warf einen kurzen Blick zum Himmel. Aber es würde bald Ausgangssperre sein. Es konnte sich im besten Fall noch um eine halbe Stunde handeln & diese würde sie brauchen, um ihren Gemeinschaftsraum rechtzeitig von hier aus zu erreichen. Er nickte bedächtig. "[color:345c=white]Stimmt, aber man muss die Zeit nicht unnötig ausreizen[/color]", erklärte er ihr. Diese Worte konnte man genauso gut auch auf ihn beziehen, aber Dominic war kein Mensch, der großartig nach Außen trug, wenn er genervt oder gar gereizt war. Das hier waren pubertäre Spielereien - mehr nicht.
Er merkte, wie ihr Blick kurz auf seinem linken Arm hängen blieb. Er reagierte nicht. Schließlich folgte ein weiterer patziger Kommentar ihrerseits. Es sei keine Zeit zum Holzhacken? War dem so? Für ihn gab es immerhin keine festen Ausgangs- & Bettzeiten & es gab auch niemanden, der es ihm verbieten konnte, um diese Zeit noch Holz zu hacken. Er schmunzelte kaum merklich über ihr Verhalten. "[color:345c=white]Ich breche damit keine Regeln[/color]", entgegnete er. Daraufhin zog er sich das Sweatshirt wieder über den Kopf. Es war eine natürliche Bewegung & machte keineswegs den Anschein, als wollte er damit die Mullbinde verbergen. Sie hatte sie ohnehin gesehen & schien sich nicht dafür interessiert zu haben. Aber ohne Bewegung & schwitzend wurde ihm die Nachtluft schließlich doch ziemlich frisch. "[color:345c=white]Kommen Sie, ich begleite Sie hinauf ins Schloss, ich wollte sowieso gerade gehen[/color]", erklärte er dann. Seine Stimme hatte zwar an Nachdruck verloren, trotzdem hörte man deutlich, dass dies keine Bitte war, sondern eine Aufforderung. Er wandte sich dem Schloss zu & ging zwei Schritte, ehe sein auffordernder Blick wieder auf sie traf. "[color:345c=white]Ich kann Sie mit einem Gespräch langweilen, dann schlafen Sie gleich bestimmt gut, falls das der Grund für ihren späten Ausflug ist[/color]", diese Worte waren nun deutlich eine Spur freundlicher & ein kaum merkliches Lächeln legte sich in seinen Zügen niedern, um ihr zu signalisieren, dass er nicht darauf aus war, sich mit ihr zu streiten.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 12:37 pm

Man musste die Zeit also nicht unnötig ausreizen. Innerlich verdrehte Kassi die Augen. Musste er ihr so eine neunmalkluge Antwort geben? War ja grauenhaft. Er war nur Praktikant, also bruchte er sich ihr gegenüber nicht gleich so aufzudpielen. Praktikanten waren noch lange keine Lehrer. Und die Befugnis ihr Hauspunkte abzuziehen hatte er glücklicherweise auch nicht. Was also sollte sie schon schlimmes erwarten? Heute war wirklich nicht ihr Tag, das merkte sie. Sonst war sie sehr umgänglich, gut gelaunt und hatte immer viel Spaß.
[color:be50=crimson]"Ich breche auch keine Regeln"[/color], erwiderte sie kess und begann zu schmunzelnd.
Sie bedauerte es fast, dass er sein Shirt wieder anzog. Ohne gefiel er ihr besser, aber noch besser würde er ankommen, wenn es taghell war, so glaubte sie zumindest. In der Dunkelheit erkannte man ja kaum etwas. Herrgott, wohin glitten denn bitte ihre Gedanken? Das war ja fürchterlich. So... pubertär. Das war nicht Kassiopeias Art. Sicher, sie war ein Mädchen und interessierte sich auch für Mädchen-Dinge. Aber auch eher für äußerst wenige. Verdammt wenige. Sie war halt doch mehr Junge. Was wohl daran lag, dass sie sehr viel Zeit mit ihren beiden Brüdern verbrachte. Und in Hogwarts mit den Rumtreibern. Sie konnte eben mit Jungs viel besser als mit Mädchen. Was jedoch nicht bedeutete, dass sie nur Jungen als Freunde hatte.
Byfield schlug ihr vor, sie in das Schloss zu begleiten, was Kassi nicht gefiel. Sie wolte noch gar nicht hoch gehen, sie war doch gerade eben erst draußen angekommen. Einen sehnsüchtigen Blick zum Wald werfend, seufzte sie ergeben und setzte sich mürrisch in Bewegung.
[color:be50=crimson]"Ich bin hellwach und habe keine Schlafprobleme"[/color], antwortete sie ihm.
Auch wenn man es nur erahnen konnte, so bemerkte sie das kaum merkliche Lächeln auf seinen Lippen doch. Sollte sie versuchen, ihn in ein wirklich richtiges Gespräch zu verwickeln? Aber was würde ihr das bringen? Im Endeffekt gar nichts, wenn sie genauer darüber nachdachte. Er schien kein sonderlich geselliger Zeitgenosse zu sein.
[color:be50=crimson]"Warum lassen Sie mich nicht einfach draußen rumstreunen? Es kann Ihnen doch eigentlich komplett egal sein, was mit mir geschieht."[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 12:56 pm

Missmutig gab sie ihm nach & schlug nun ebenfalls wieder eine andere Richtung ein. Damit liefen sie also wieder hoch zum Schloss. Dominic hatte es dabei keineswegs eilig & somit nahm er ein schlenderndes, ruhiges Tempo an. Dominic trug ohnehin immer eine unfassbare Ruhe mit sich. Und obgleich er sich so entsetzlich ruhig gab, wusste man, dass dahinter in seinem Kopf mehr abging. Manche Menschen mögen Dominic, gerade weil er kein sonderlich geselliger Mensch war, was er sich in Hogwarts aber teilweise vorübergehend abgewöhnen musste, für langweilig halten. Und auch das war Dominic absolut recht, denn langweilige Menschen fielen nicht auf & es war ihm ohnehin komplett egal, was man hier oder dort über ihn dachte. Außer natürlich er befand sich im Kreis der dunklen Magier, deren Gesellschaft er mehr bevorzugte.
Heute schien Dominic allerdings einen sozialen Tag zu haben. Während das Mädchen erklärte, dass sie keine Schlafprobleme hätte & schlichtweg hellwach war, schlug Dominic kaum merklich einen leicht schrägen Weg ein, sodass sie einen kleinen Umweg bis zum Portal gehen würden. In seiner Begleitung würde sie keinen Ärger mehr kriegen & sollten sie einem seiner Kollegen begegnen, könnte er weiterhin behaupten, er sei auf dem Weg, sie in der Nähe ihres Gemeinschaftsraumes abzuladen.
"[color:2fd1=white]Es ist mir sogar egal, was mit Ihnen geschieht[/color]", da kam sie wieder hindurch: Kälte, denn diese Worte sagte Dominic mit solchem Ernst, dass man tatsächlich das Gefühl bekommen könnte, dass er sie von Hippogreif auseinander nehmen lassen würde, während er ungerührt daneben stand. "[color:2fd1=white]Aber ich muss trotz meines Alters von meinen Kollegen ernst genommen werden. Und das werde ich nicht, wenn ich dieses Schülerverhalten durchgehen lasse[/color]", erklärte er ihr dann seine Lage. Dabei war seine Stimme wieder milder. "[color:2fd1=white]Warum sind Sie heute so mies drauf? So kenne ich Sie nicht[/color]", erklärte er dann. Diese Aussage beruhte tatsächlich auf so manche Beobachtung. Nicht nur im Unterricht, da war sie immer sehr konzentriert & engagiert, hatte Elan. Aber auch bei den Essen in der große Halle fand man sie meist gut gelaunt im Kreis ihrer Freunde, ähnlich war der Zustand auf den Gängen & manchmal lachten sie & ihre Freunde auch zu laut in der Bibliothek oder unterhielten sich so fieberhaft über ihre nächsten Pläne, dass sie ermahnt wurden.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 1:15 pm

Kassi fiel auf, dass er einen kleinen Umweg lief, was ihr etwas eigenartig vorkam. Warum ging er nicht auf direktestem Wege zum Schloss mit ihr, wenn sie doch pünktlich in den Gemeinschaftsraum sollte? Das war ihr mehr als suspekt. Und zudem kannte sie den Praktikanten ja nicht so gut. Was verleitete sie eigentlich dazu, ihm blind zu vertrauen und mit ihm zu gehen, nur weil er in Hogwarts angestellt war? Augenblicklich blieb die junge Gryffindor stehen und sah den jungen Zauberer skeptisch an. Seine Art war eigenartig. Besonders, weil er im ersten Moment recht unfreundlich und grob war, im nächsten dann wieder freundlich. Vielleicht war er ein Freak?
[color:5c82=crimson]"Ich denke, es geht Sie nichts an, warum ich mies gelaunt bin..."[/color], sagte sie langsam, während sie zwei Schritte zurück lief. [color:5c82=crimson]"Ich... ich denke, ich bleibe noch etwas and der frischen Luft, Sir."[/color]
Abrupt wandte sie sich ab und lief den Weg zurück. Dabei verfiel sie in einen leichten Trott, weil sie schnell aus seiner Nähe verschwinden wollte. Letztlich begann sie sogar zu rennen, direkt auf den Wald zu. Kein normaler Mensch war so sprunghaft in seiner Laune, wie er gerade eben. Keiner! Gut, vielleicht mal ein Mädchen, wenn sie ihre Tage hatte. Aber das war etwas anderes!
Eigentlich war es ein Fehler, wegzulaufen. Meist weckte dieses Verhalten bei Raubtieren den Jagdinstinkt. Und so wie er sich vorhin am Anfang ihrer Begegnung aufgeführt hatte, würde es sie nicht wundern, wenn er ihr nachsetzte. Sie musste einfach nur schnell sein. Und bei Merlin, die junge Hexe war wirklich keine schlechte Rennerin.
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 01, 2012 1:40 pm

Skepsis. Sie hielt inne. Eine seiner Augenbrauen zog sich nachdenklich in die Höhe. Was war in sie gefahren? Sie stockte, wich zurück. Erst einen Schritt, dann einen weiteren. Dann wandte sie sich vollständig ab. War Dominic tatsächlich für einen Augenblick perplex? Sie verfiel einen schnellen Trott & rannte schließlich. Was zur Hölle ging in ihrem dummen Schädel vor sich? Dominic seufzte. Gereizt. Kein gutes Zeichen. Definitiv nicht. Er ging ihr zunächst langsam einige Schritte nach. Magie oder ebenfalls etwas sportliche Betätigung? Er schwankte innerlich zwischen seinen Optionen, während er ihr bereits nachsetzte. Natürlich war es immer einfacher, einem Menschen mit Magie das Handwerk zu legen & diese Schülerin hätte gewiss nicht gegen jeden Fluch, der sie an den Boden ketten oder erstarren lassen würde einen Gegenzauber parat. Außerdem war sie allein & ihm damit im Prinzip komplett ausgeliefert. Aber eine Regel des Duells war es, Zauber nie gegen jemanden zu verwenden, der einem den Rücken zugedreht hatte & die Waffe nicht ebenfalls gezogen hatte. Also setzte er ihr nach & sprach ihr in Gedanken seinen Respekt aus, weil sie doch erstaunlich fit war. Das hielt den Sportler aber nicht davon ab, sie nach einer Weile einzuholen. Erst als er sich wirklich sicher war, sie zu greifen zu bekommen, griff er von hinten nach ihren Oberarmen. Sie hatten derweil auf diese Weise den Waldrand erreicht. Mit einem Ruck nach hinten versuchte er sie auszubremsen, geriet dabei aber nun ins stolpern & landete ihren Körper mitreißend am Boden. Er keuchte auf, als sie gemeinsam auf dem Boden aufprallten. Er hatte sie bei dem Sturz unter sich begraben. Zügig richtete er sich, um sie schließlich umzudrehen, sodass er sie ansehen konnte. Kurz huschte sein Blick prüfend durch ihr Gesicht & hinab zu ihren Händen, um zu sehen, ob sie sich etwas gebrochen hatte. Auf den ersten Blick fand er nichts, aber das war in der Dunkelheit auch schwer zu beurteilen.
"[color:5abd=white]Bei Merlins Bart... Was ist in dich gefahren?[/color]", leicht stockend, weil er immer noch außer Atem war, verließen diese Worte nun seinen Mund. Was hatte er ihr denn getan, dass sie wie ein Lamm vor dem Wolf davor rannte? Er hatte ihr sogar noch einen Gefallen tun wollen, indem er es ihr mit einem Umweg ersparte allzu früh ins Schloss zurückkehren zu müssen. Das war mal wieder der Beweis: Nettigkeiten zahlten sich einfach nicht aus. Sie waren Zeitverschwendung & trafen stets auf Undankbarkeit. Obgleich er irgendwo wütend war, war es immer noch Ruhe, die sich, nachdem sich sein Atmen allmählich beruhigt hatte, wieder bei ihm einstellte. Er wirkte nicht einmal aggressiv - höchstens durch den Klang seiner Stimme genervt von solchen Aktionen. Er sparte es sich, sie festzuhalten, darauf hatte sie schließlich schon wenige Minuten zuvor empfindlich reagiert. Allerdings blieb er weiterhin neben ihr auf den Kien gestützt hocken. Den Blick immer noch fragend auf sie geheftet, wartete er auf ihre nächste Reaktion & würde sie wieder versuchen, wegzurennen, wäre er diesmal vorgewarnt & bereit, schneller darauf zu reagieren.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 02, 2012 2:48 am

Kassi wurde immer siegessicherer, je näher sie dem Waldrand kam. Sie brauchte nur über das dichte Wurzelwerk springen und war schon in der Dunkelheit verschwunden. Offenbar lag dem Praktikanten nichts daran, sie wirklich in den Gemeinschaftsraum zu bringen, denn sonst hätte er sie bereits län--- ein Griff um ihre Oberarme, ein Ruck nach hinten und Kassi landete hart auf dem Boden. Doch damit nicht genug, etwas oder jemand landete direkt auf ihr, rappelte sich jedoch schnell wieder auf. Stöhnend hielt die junge Hexe die Augen geschlossen, rollte sich auf die Seite, um auf dem Rücken zum Liegen zu kommen. Ihr rechtes Handgelenk schmerzte, die Augen öffnend, blickte sie den Praktikanten an.
[color:d614=crimson]"Können Sie mir mal verraten, was das soll?"[/color], fragte sie entrüstet. [color:d614=crimson]"Wieso fallen Sie mich einfach an?!"[/color]
Der Kerl war wirklich ein Freak! Erst verhielt er sich total eigenartig und jetzt fiel er sie auch noch rücklings an. Was für ein Mensch tat soetwas? Diese Frage stellte sie sich jetzt innerhalb von fünf Minuten zwei Mal. Irgendetwas musste doch daran sein, wenn sie sich das mehrmals dachte.
[color:d614=crimson]"Sie fragen mich, was in mich gefahren ist? Sie sind doch... nicht ganz normal"[/color], meinte ich und entschied sich im letzten Augenblick eine andere Umschreibung zu nehmen. [color:d614=crimson]"Erst maulen Sie mich an, dann sind Sie nett, dann wieder eiskalt und dann laufen Sie wieder die Nettigkeits-Schiene. Ich meine... hallo?!"[/color]
Vollkommen verständnislos dreinblickend, ließ sie die Schultern hängen und schnaufte leise. Sie wusste nicht, wie sie sich dem Mann gegenüber verhalten sollte. Er war so... eigenartig.
[color:d614=crimson]"Wer würde da nicht wegrennen? Sie sind ein eigenartiger Kauz."[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 02, 2012 3:18 am

Die junge Hexe war sichtlich verärgert & fuhr Dominic ebenfalls an. Das ließ er sich gefallen, ohne dabei die Miene zu verziehen. Sie erklärte ihm, dass er nicht ganz normal war, weil er so sehr zwischen Nettigkeit & Kälte schwankte. "[color:c587=white]Man ist eben irritiert, wenn eine Schülerin wie eine Vollirre vor einem wegrennt. Ich glaube, da ist es schwer eine passende Reaktion zu finden[/color]", stellte er dann fest. Er schmunzelte dabei. Komischer Kauz & Vollirre? Sie müssten sich doch eigentlich ganz hervorragend verstehen oder nicht? "[color:c587=white]Ich bin hier nun das dritte Jahr & habe nie Probleme gemacht. Also wovor haben Sie Angst? Dass ich Sie zerfetze?[/color]", fragte er sie nun auffordernd, um zu begreifen, was genau ihr solche Sorgen machte, dass sie wie eine Gejagte davon rannte. Seine Stimme war ruhiger geworden & die Genervtheit war verflogen. Er wollte ihr keine Angst machen, ja, das wollte er wirklich nicht. Er hatte immer wert darauf gelegt, dass sich die Schüler gut mit ihm verstanden, weil so manche von ihnen ihm in den Kreis des Dunklen Lords folgen würde - und es war wichtig, diese Personen in ihrer Einstellung unterschwellig zu bestärken.
Nun richtete er sich endlich auf & klopfte sich, ehe er auch den Oberkörper aufrichtete, die Erde von den Jeans & schließlich von seinem Oberteil. Er reichte ihr die Hand, um ihr ebenfalls aufzuhelfen, ließ es ihr aber offen, ob sie diese Hilfestellung annahm oder nicht. "[color:c587=white]Ich wollte Sie nicht zu Boden werfen, das war so nicht geplant. Aber ich wollte Sie auch nicht einfach in den Wald rennen lassen - wie erwähnt, dass fänden die Kollegen wohl nicht so gut. Haben Sie sich verletzt?[/color]", erkundigte er sich nun in der Hoffnung, dass sie seine Beobachtungen bestätigte, laut denen sie keine Verletzungen davon getragen hatte. Aber er konnte ja nicht in ihren Körper hineinsehen. Vielleicht würde sie sich ja doch noch zu einem halbwegs normalen Gespräch mit ihm herab lassen & sie konnten das, nun Jagdbeil, denn bekriegt hatten sie sich Merlin sei Dank (noch) nicht, vergraben.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 02, 2012 6:16 am

[color:fe7a=crimson]"Und man ist eben irritiert, wenn sich der Mann, mit dem man in Richtung Schloss geht, nachts!, einen Umweg läuft und abartige Stimmungsschwankungen aufweist"[/color], erwiderte Kassi schlagfertig.
Sie verschränkte nun wieder die Arme vor der Brust und blickte den Praktikanten schweigend an. Wovor sie Angst hatte? Nun, vielleicht nicht vor dem Zerfetzen, aber vor seinen Stimmungsschwankungen. Woher sollte sie denn da wissen, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte? Das war doch wirklich zum Haare raufen.
[color:fe7a=crimson]"Ja, könnte man durchaus so sagen"[/color], gab sie dann kleinlaut zu.
Er streckte ihr seine Hand entgegen, um ihr aufzuhelfen, was sie dankend annahm. Allerdings gab sie ihm nicht die rechte Hand, sondern die linke, da ihr rechtes Handgelenk so sehr schmerzte, dass sie es nicht belasten wollte. Nachdem sie nun wieder auf den Beinen war, blickte sie Byfield an, zweifelnd, leicht skeptisch. Er war ihr noch immer nicht geheuer.
[color:fe7a=crimson]"In den drei Jahren habe ich Sie auch kaum wahrgenommen"[/color], meinte sie.
Kassi zuckte kaum merklich mit den Schultern. Immer, wenn sie Pflege magischer Geschöpfe hatte, war sie mit den Jungs oder anderen Mitschülern beschäftigt. Oder aber sie konzentrierte sich auf den Unterrichtsstoff. Da konnte ein Praktikant schon einmal untergehen. Besonders, wenn er sich nicht sehr auffällig verhielt.
Sie öffnete ihren Pferdeschwanz und ließ ihr brünettes Haar um ihre Schultern fallen. Es hatte eine leicht wärmende Wirkung in der kühlen Nachtluft.
[color:fe7a=crimson]"Mein rechtes Handgelenk schmerzt... Aber sonst ist alles gut."[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 02, 2012 6:29 am

"[color:d398=white]Hm[/color]", drang es nachdenklich aus ihm hervor. "[color:d398=white]Ich hatte Ihnen mit dem Umweg einen Gefallen tun wollen, damit Sie nicht allzu früh zurück ins Schloss müssen[/color]", gestand er dann seinen Hintergedanken. Vielleicht hätte er ihr das sofort erklären sollen, dann hätte er auch Pluspunkte gesammelte & sie hätte keine Angst vor ihm bekommen. "[color:d398=white]Kam wohl falsch rüber[/color]", gestand er dann mit einem sachten Schulterzucken, denn schließlich war es ihm eigentlich egal, dass sie sich diese Chance nun vertan hatte.
Nachdem sie ihm kleinlaut Recht gegeben hatte, griff sie sogar zu seinem Erstaunen nach seiner helfenden Hand. Er umfasste ihre behutsam, bedacht darauf, ihr nicht wieder Angst zu machen. Vielleicht war sie auch einfach ein ängstlicher Mensch? Und gab sich immer nur so selbstsicher & fröhlich? Vielleicht hatte diese Option nicht bedacht, dann würde er es aber von nun an tun. Andererseits war sie dafür ziemlich vorlaut. Sie stand wieder & damit verschwanden seine Hände in den Taschen seiner Jeans.
Dass sie ihn nicht wahrgenommen hatte, wunderte ihn wenig oder eher gar nicht. Immerhin war Dominic niemals darauf aus, im Mittelpunkt zu stehen. Stets war er nur eine Person am Rande. Eine andere Aufgabe hatte er gerade im Unterricht auch nicht. Wenn man ihn bat, mit anzupacken, dann ging er diese Bitte nach. Dabei verlor er aber meist kein Wort, denn die Aufgabe des Redens lag schließlich in der Hand des Lehrers. Damit blieben ihre Worte also unkommentiert.
Sie öffnete ihre Haare. Sie hatte schönes Haar. Sehr weiblich, wie Dominic fand & wie es ihm normalerweise an Frauen gefiel. Ja eigentlich gefiel sie ihm allgemein rein äußerlich sogar sehr gut, aber er verdrängte diese Gedanken stetig. Außerdem schien ihr Charakter auf diese Weise wenig her zu machen. Sie beschwerte sich über ihr Handgelenk. "[color:d398=white]Darf ich es mir ansehen?[/color]", fragte er. Damit kam seine Hand erneut zum Vorschein, um ihr Handgelenk damit entgegen zu nehmen, ehe er es genauer betrachten würde. Vielleicht könnten sie sich den Gang zum Krankenflügel wenigstens sparen.


Zuletzt von Dominic Josue Byfield am Mo Apr 02, 2012 7:06 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 02, 2012 6:54 am

[color:47c3=crimson]"Es wäre in der Tat angenehmer gewesen, das zu wissen"[/color], meinte Kassi grinsend.
Ganz langsam taute sie auf, in seiner Gegenwart. Eigentlich war sie ja sonst nicht so eigenartig drauf, aber irgendetwas hatte er ausgestrahlt, was sie in Panik versetzt hatte. Wenn James und Sirius das erfuhren, würden sie Kassiopeia auf ewig damit aufziehen. So viel stand fest. Also musste das Mädchen alles daran setzen, dass es auf ewig ein Geheimnis blieb. Und Byfield schien kein sehr wortreicher Typ zu sein.
Als er sie fragte, ob er sich ihr Handgelenk anschauen durfte, streckte sie ihm den Arm entgegen. Sie wusste nicht, ob er Ahnung von den Künsten der Heilung hatte, aber ein Versuch war es allemal wert. Schlimmer konnte es zwar immernoch werden, aber der Krankenflügel war ja nicht weit.
Mit der freien Hand strich sie sich eine Haarsträhne aus dem Augenwinkel, während sie darauf wartete, dass Byfield irgendetwas Tolles anstellte.
[color:47c3=crimson]"Wie kennen Sie mich denn eigentlich sonst?"[/color], fragte sie ihn, da es sie interessierte, was für ein Bild er von ihr hatte, wie er vorhin ansprach.
Übel sah er ja nicht aus, war aber für sie zu alt. Zumindest würde Iro das sagen. Sie war 16 und der Typ vor ihr... 21? 22? Auf jeden Fall nicht unter 20. Hatte er eigentlich eine Freundin? Oder gar Frau? Vielleicht noch Verlobte. Oder stand er nicht auf Frauen...? Existenzielle Fragen, die das Leben so bot.
[color:47c3=crimson]"Macht Ihnen die Arbeit hier an Hogwarts Spaß?"[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 02, 2012 7:05 pm

Menschen waren teilweise entsetzlich einfach zu formen, zu biegen, zu beugen. Und so beobachtete er, wie sie ihm gegenüber endlich entspannter wurde. Natürlich gab es für sie keinen Grund zur Angst. Aber gleichzeitig wäre eine gewisse Skepsis angebracht gewesen. Aber die Menschen waren hier an diesem Ort nicht dazu gemacht, sich misstrauisch zu verhalten, denn sie schienen zu glauben, dass die Welt keine Gegenposition bereit hielt - jedenfalls keine, die sie hier bedrohen könnte. Sie glaubten doch tatsächlich allesamt, dieser Ort würde sie in unendlicher Sicherheit wiegen.
Ihr Arm schnellte ihr entgegen. Behutsam umfasste er ihre Hand & bog sie leicht nach unten, um dabei zu beobachten, wie sich ihr Handgelenk dabei anstellte. Er zog die zweite Hand hinzu & fuhr mit einer unfassbaren Feinfühligkeit, die man Dominic so nicht zutrauen würde, über ihre Haut (die wirklich unglaublich weich war & damit ein starkes Gegenteil zu seinen eher von der Arbeit rauen Händen war), um damit die Knochen darunter zu erfühlen. Es schien nichts gebrochen zu sein, alles schien noch an Ort & stelle. Er zog mit der Rechten seinen Zauberstab & richtete ihn auf ihr Handgelenk. "[i][color:b6b8=white]Episkey[/color][/i]", leise wispernd kam dieses Wort aus seinem Mund hervor. Es war ein einfacher, banaler Heilungszauber, der sogar im Notfall auch einen Bruch geheilt hat, aber mit der Verstauchung - soweit Dominic das aus Erfahrung beurteilen konnte - locker fertig werden würde. Sein Zauberstab verschwand & er ließ ihre Hand los. "[color:b6b8=white]Besser?[/color]"
Und erst nachdem das erledigt war, ging er nun endlich auf ihre gestellte Frage ein. "[color:b6b8=white]Sie sind immer sehr fröhlich & offen[/color]", war die schlichte Antwort, die es einfach auf den Punkt brachte. Natürlich könnte er das alles noch weiter ausschmücken, aber wieso immer große Reden halten, wenn es so einfach sein konnte?
Ob ihm die Arbeit Spaß machte? Nachdenklich musterte er kurz ihr Gesicht. Konnte sie wirklich doch auch nett sein & dem Bild entsprechen, was er von ihr gehabt hatte, bevor sie aufgescheucht weggerannt war? "[color:b6b8=white]Ja...[/color]", fing er erst zögerlich an. "[color:b6b8=white]Ja, doch. Hogwarts ist ein schöner Ort & ich denke, die Arbeit hier bietet mir einen guten EInstieg, weil ich die Chance habe viele verschiedene Wesen kennen zu lernen[/color]", diese Worte bestätigte er nun mit einem festen Nicken. "[color:b6b8=white]Wissen Sie schon, was sie nach Hogwarts mit sich vorhaben?[/color]", erkundigte er sich, um das Gespräch von sich auf sie zu lenken.
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Di Apr 03, 2012 1:48 am

Auch wenn er behutsam nach ihrem Arm griff und äußerst sanft über ihre Haut strich, so verzog Kassi leicht das Gesicht. Eine Prellung tat doch schon ganz schön weh. Dabei stellte sie außerdem fest, dass seine Hände rau waren und somit ein leicht kratziges Gefühl hinterließen. Es war jedoch nicht unangenehm, ganz im Gegenteil. Sie mochte es. Es erinnerte sie ein wenig an die Zeit, wo Iro noch Fluchbrecher gewesen war. Da hatte er auch öfter raue Hände gehabt und immer wenn sie sich in den Ferien begegnet waren, hatte er sie geärgert, weil sie es damals nicht leiden mochte, von ihm berührt zu werden. Jetzt allerdings fehlte ihr das irgendwie.
Bevor sie noch sentimentaler wurde, sprach Byfield merlin sei Dank einen Heilzauber, sodass ihr Handgelenk wieder schmerzfrei war. Zum Test drehte und wendete sie ihre Hand, um das Gelenk ordentlich zu belasten. Grinsend blickte sie den Praktikanten an.
[color:2b70=crimson]"Danke. Sie sind wirklich gar nicht so übel. Wenn Ihr Angebot noch steht... begleiten Sie mich zum Gemeinschaftsraum?"[/color], fragte sie vorsichtig an und strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr.
Sie hätte locker allein gehen können, immerhin streifte sie manches Mal auch allein durch den Wald. Aber nun, da Byfield ja da war... außerdem wollte sie ihr eigenartiges Verhalten wieder gut machen. Vielleicht hatte sie ja noch eine Chance bei ihm. Also, im Sinne dessen, dass er ihr nicht böse war. Wo glitten bloß ihre Gedanken hin?
[color:2b70=crimson]"Ich weiß noch nicht ganz... ich spiele mit dem Gedanken, Aurorin zu werden. Oder Fluchbrecherin. Drachenwärterin würde mich aber auch sehr reizen."[/color]
Es durfte auf keinen Fall ein Beruf sein, der Langeweile versprach. Bereits jetzt war sie schon in der Armee des Drachen, eine kleine Organisation, welche gegen die Chimären antrat, die sich in Hogwarts formiert hatten. Niemand wusste, wer Anführer der Chimären war. Aber das war auch nicht wichtig. Sie sorgten für Unruhe und Unmut unter den Schülern und dagegen musste etwas getan werden.
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Di Apr 03, 2012 2:52 am

Er schmunzelte kaum merklich, als sie nun gestand, dass er ja gar nicht mal sü übel war. Wie einfach die Menschen von dem Gegenteil ihrer anfänglichen Gedanken zu überzeugen waren. Gleichzeitig war er froh nicht mit ihr in den Krankenflügel gehen zu müssen, denn er hätte keine gute Erklärung parat gehabt, warum sie sich verletzt hatte. Jedenfalls keine, die nicht komplett bescheuert & verkorkst klingen würde. [color:f913=white]"Kann ich machen, wenn Sie nicht wieder auf halben Weg Vollirre spielen. Nochmal mache ich das nicht mit[/color]", und dann zeigte Dominic mal etwas Charme, wenn man es so nennen wollte, denn er zwinkerte ihr mit einem leicht frechen Ausdruck im Gesicht zu, ehe er sich dem Schloss wieder zuwandte, um den Weg dorthin anzutreten.
Dabei hörte er sich nun ihre Berufswünsche an & das erste, was sie damit offenbarte, war im Grunde, dass sie ein Feind war. Und obgleich das nun ganz offensichtlich war, verzog Dominic weder das Gesicht noch veränderte er irgendwie seine Haltung ihr gegenüber. "[color:f913=white]Drachenwärterin klingt doch interessant[/color]", erwiderte er auf ihre Worte. "[color:f913=white]Mein Vater hat damals auch mit Drachen gearbeitet, aber eher in eine Forschungsrichtung. Er ist viel herum gekommen. Wahrscheinlich arbeite ich deshalb so gern mit magischen Geschöpfen zusammen[/color]", das waren Informationen, die er ohne jede Scheu von sich Preis gab, weil sie nichts über sein derzeitiges Leben verrieten. "[color:f913=white]Und über die anderen Berufe würde ich mir gut Gedanken machen, falls Sie später einmal Familie haben wollen[/color]", riet er ihr noch.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mi Apr 04, 2012 5:55 am

[color:7ed0=crimson]"Ich verspreche, mich ab jetzt normal zu benehmen"[/color], gelobte Kassi feierlich und hob die Hand.
Sein Zwinkern, begleitet beziehungsweise unterstützt von einem frechen Gesichtsausdruck, nahm Kass schmunzelnd auf, ihr fiel auf, dass er dadurch irgendwie sogar noch sympathischer wirkte und auch recht niedlich war. Aber wohin dachte sie schon wieder? Der Typ war fünf oder sechs Jahre älter als sie! Er war so alt wie ihr Bruder, wenigstens. Da konnte sie doch nicht so etwas denken...
Byfields Kommentar zu ihrer Berufsauswahl nahm die junge Hexe grinsend auf. Die Hände wieder in den Hosentaschen vergrabend, schlenderte sie neben ihm her, noch einmal einen letzten Blick zum Wald werfend. Dann würde sie eben morgen dort spazieren gehen. Vielleicht kamen dann ja sogar auch James und Sirius mit.
[color:7ed0=crimson]"Wenn es danach geht, dürfte ich auch Drachenwärterin nicht in die engere Auswahl nehmen. Ist alles gefährlich. Aber mein Bruder ist mal Fluchbrecher gewesen. Das war total spannend."[/color]
Immer wenn Iro nach Hause kam, hatte er vieles zu berichten und ihr und ihrem Zwilling etwas von seiner Reise mitgebracht. Aber es war auch immer die Befürchtung da gewesen, eines Tages in der Zeitung von seinem Tod zu lesen oder einen Brief zu bekommen. Glücklicherweise hatte sich das nie bestätigt.
[color:7ed0=crimson]"Welches Wesen fasziniert Sie am Meisten?"[/color], fragte Kassi den Praktikanten.
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Do Apr 05, 2012 12:32 am

Er grinste. Sie versprach, sich zu bessern. Da wäre er auf alle Fälle gespannt. Andererseits hatte er zwar jetzt gelernt, dass sie nicht auf den Mund gefallen war, aber das hätte man sich bei ihr auch eigentlich denken können. Sie schien jedenfalls keines dieser Mädchen zu sein, die mit 16 Jahren noch kein Selbstbewusstsein besaßen & sich deshalb so ziemlich alles gefallen ließen oder sich aus Überemotionalität in völlig dummen Geschcihten verrannten. Sie konnte sich wehren - und wirkte trotzdem auf dem Boden geblieben. Er mochte diese Art, er mochte ihre Art schon immer & war ihm schon mehrfach im Unterricht ins Auge gefallen. Aber was tat das hier zur Sache? Eigentlich eher nichts.
"[color:3ac0=white]Aber die Drachen erforscht man & lernt man damit zu handhaben. Sie sind irgendwo wenigstens berechenbarer als Flüche oder Duelle. Ich halte es für sicherer. Drachen können wenigstens Akzeptanz oder gar Sympathie aufbringen, aber Todesser? Niemals![/color]", erwiederte er auf ihre Überlegung bezüglich der Drachen. Natürlich hatte sie Recht. Drachen konnten eigensinnig sein & nur weil der eine auf die eine Situation gut regierte, hieß das nicht dass der nächste Drache genauso reagieren würde. Aber bis man erstmal tatsächlich mit Drachen zusammen arbeitete, beobachtete man sie meist aus großer Entfernung, studierte sie viel theoretisch & sammelte sich Tipps von allerlei Kollegen - das hatte er jedenfalls von seinem Vater immer wieder zu hören bekommen, wie mühselig sein Weg gewesen wäre. Gleichzeitig war sein Satz wohl die größt Ironie - das hätte wohl jeder gedacht, der seinen wahren Hintergrund kannte & wusste, dass auch er zu den Anhängern des Dunklen Lords gehörte. Und er hatte ja Recht: Symapthie & Akzeptanz hegte man im Grunde für niemandem & genau deshalb war Daominic bei diesen Menschen wohl so gut aufgehoben.
"[color:3ac0=white]Hm, schwer. Sie sind alle auf ihre Weise interessant. PErfekt angepasst & haben ihre Bestimmtung. Moment... mag ich Thestrale. Ich bin in letzter Zeit oft bei ihnen[/color]", das stimmte. Eigentlich waren sie keine außergewöhnlcihen Lebewesen, aber irgendetwas war an ihrer Gesellschaft für den Amerikaner beruhigend. Und er konnte in ihrer Gegenwart gut nachdenken oder sich besser an Grace erinnern. Es war seltsam. Einfach seltsam. "[color:3ac0=white]Sehen Sie sie?[/color]", fragte er sie schließlich. Ein guter Weg, um mehr über ihre Geschichte zu erfahren. "[color:3ac0=white]Und welche Wesen mögen Sie noch außer Drachen? Sie wirken im Unterricht immer sehr aufmerksam[/color]", stellte er fest.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Sa Apr 07, 2012 3:25 pm

Kassi hörte ihm zu und nickte ab und an verstehend mit dem Kopf. Sicher studerite man das Verhalten der drachen, aber dennoch war es in ihrer Gegenwart ebenso gefährlich, als würde sie in der heutigen Zeit als Aurorin arbeiten. Es machte irgendwo keinen Unterschied, wie sie fand. Sterben konnte sie überall... zu jeder Zeit...
[color:5375=crimson]"Da mögen Sie recht haben, Mr. Byfield. Dennoch denke ich, dass man sich nicht zu sehr darauf verlassen sollte. Drachen sind wunderschöne aber unberechenbare Wesen. Man darf sich nie sicher fühlen in ihrer Gegenwart."[/color]
Als er ihr sagte, dass er Thestrale sehr mochte, lächelte Kassi ein wenig gequält. Die Tiere machten ihr Angst. Aus dem einfachen Grund, weil nur diejenigen sie sehen konnten, die einen Menschen hatten sterben sehen. Und ausgerechnet der weibliche Sprössling der Lloyds gehörte dazu. Sie wollte aber nicht dazugehören. Sie wollte nicht eine der wenigen 'auserwählten' Personen sein, die diese Viecher zu Gesicht bekamen. Ja, sie waren etwas Besonderes. Ja, sie sahen anders aus. Ja, sie waren aufgrund ihrer sonderbaren Eigenschaft faszinierend. Aber sie waren unheimlich. Eben weil man sie nur in Verbindung mit dem Tod sehen konnte.
[color:5375=crimson]"Ja, ich sehe sie"[/color], presste sie mühsam zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Schlagartig hatte sie wieder die Bilder des brennenden Wohnzimmers im Kopf. Überall diese Flammen, der Rauch, die Hitze. Kassi konnte all das spüren, riechen; ganz so, als wäre sie wieder mittendrin. Doch sie riss sich zusammen. Byfield hielt sie ohnehin schon für einen Freak, was sollte er erst denken, wenn sie jetzt heulend zusammenbrach?
Daher war sie auch ganz froh über die Ablenkung, die er ihr bot, indem er nach anderen Wesen fragte, die Kassi gern hatte. Ihre düsteren Gedanken beiseite schiebend, zwang sie sich den Kopf zu heben und Byfield anzublicken.
[color:5375=crimson]"Niffler. Ich mag Niffler sehr gern. Und Hippogreife. Wunderschöne elegante Wesen."[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   So Apr 08, 2012 8:39 am

Er nickte zustimmend. Ja, auch Sicherheit war kein Gefühl, was man in der Gegenwart eines Drachen empfinden sollte. Aber immerhin starb man durch einen Instinkt & nicht durch den bewussten Willen eines anderen Menschen - vielleicht hätte er das an der Arbeit beruhigend gefunden. Aber er hatte es ja gar nicht erst darauf angelegt, eine ruhige Arbeit zu finden, denn wenn man Dominic genau betrachtete, erkannte man, dass er mit seinen 21 Jahren nichts anderes mehr zu verlieren hatte als nichts. Gar nichts. Höchstens ein Leben, das ebenso wenig wert & erfüllt war. Und damit schreckte ihn seine Tätigkeit nicht ab. Er hatte selten Angst in Hogwarts entdeckt tz werden, denn selbst wenn - was sollten sie schon machen? Er würde sich mit ihnen anlegen & der eine oder andere würde sterben. Vielleicht auch er selbst. Aber was hätte er dann schon verloren?
Seine Gedanken lösten sich davon, als er nun Kassiopias Reaktion beobachtete. Sie war schlagartig enorm angespannt, während sie ihm bestätigte, dass sie die Theastrale sehen konnte. Einen Moment wirkte sie abwesend, weggetreten, gar überrannt von einer Vergangenheit, die Dominic nicht einmal erahnen konnte. Für einen kurzen entsetzlichen Augenblick kam das heftige Bedürfnis in ihm auf, ihre Hand zu nehmen, sie zu umschließen & zuversichtlich zu drücken. Er wusste nicht, woher dieser Impuls kam & Dominic war mehr als diszipliniert genug, um ihm nicht zu folgen. Dennoch irritierte er ihn. Und ebenso dankbar war auch er schließlich für ihre Antwort, die ihn aber ebenfalls etwas erstaunte. Niffler? Wer mochte schon Niffler? Hippogreife - ja, das war wesentlich nachvollziehbarer. Dominic mochte diese Wesen auch gern, weil sie das Misstrauen hegten, das der Menschheit im Allgemeinen eher fehlte.
"[color:dd59=white]Interessante Wahl[/color]", stellte er lächelnd fest. Er schwieg einen kurzen Augenblick, musterte sie dabei kurz. "[color:dd59=white]Ich wollte Sie mit meiner Frage nicht treffen. Sie war taktlos, es tut mir Leid[/color]", erklärte er dann nach diesem Schweigen. Für seine Position war sie wirklich taktlos gewesen - es ging ihn schließlich gar nichts an, was sie erlebt hatte & wie sie die Welt sah. Und eigentlich wollte er auch, dass ihn das gar nicht erst interessierte. Aber selbst jetzt kam er nicht umhin, sich weiter selbst damit zu löchern, wen sie verloren hatte.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mo Apr 09, 2012 11:42 am

[color:1b68=crimson]"Wieso interessant? Deshalb, weil sich sonst kaum jemand für Niffler begeistert? Oder weil ich nicht wie jedes andere Mädchen auf diese felligen, eigenartigen Knuddelmuffs stehe?"[/color], fragte Kassi grinsend zurück.
Ja, das hatte sie schon öfter zu hören bekommen. Dass sie eigenartig war. Nicht so, wie andere Mädchen. Dass sie viel zu jungenhaft war. Manchmal sogar, dass man sich für sie schämen sollte. Kass machte das jedoch nichts aus. Ganz im Gegenteil. Sie freute sich immer, wenn sich jemand brüskierte, nur weil sie sich nicht der Norm entsprechend verhielt.
Als er sich jedoch entschuldigte, weil er sie danach gefragt hatte, ob sie die Thestrale sehen könne, zuckte sie nur leicht mit den Schultern.
[color:1b68=crimson]"Das macht mir nichts. Es ist schon lange her"[/color], meinte sie leicht dahin - was jedoch komplett gelogen war.
Es machte ihr sehr wohl etwas, immerhin war es ihre Mutter gewesen, die wegen ihr ums Leben kam. Mit leerem Blick sah sie auf das Gras, welches sie überquerten.
[color:1b68=crimson]"Eigentlich hätte es mich treffen sollen. Nicht sie. Ich hätte an ihrer Stelle sterben sollen"[/color], sagte sie leise.
Worte, für die sie von Iro und/oder Lawrence eine Kopfnuss bekommen hätte. Wie oft hatten sie ihrer Schwester schon versichert, dass sie keine Schuld am Tod der Mutter trug. Aber wie sollte man sich auf soetwas einstellen? Die Jungs waren nicht dabei gewesen... Sie waren nicht im Feuer eingesperrt. Sie hatten nicht dabei zugesehen, wie die Mutter durch die Flammen ging, nur um ihr Kind in den Arm zu nehmen und an einen sichereren Ort zu bringen.
[color:1b68=crimson]"Übernehmen Sie eigentlich auch irgendwann einmal eine komplette Unterrichtsstunde allein?"[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Di Apr 10, 2012 1:35 am

Er schmunzelte. "[color:cc7a=white]Ja genau deshalb, um ehrlich zu sein[/color]", grinste er & das obwohl sie gar nicht so mädchenhaft war wie manch andere Schülerinnen in Hogwarts. Und es erstaunte ihn gerade jetzt, als er sich dessen bewusst wurde, dass er sie trotzdem unheinlich attraktiv fand - dabei stand er doch eigentlich auf die klassische Weiblichkeit. Die Gedanken zogen mit ihren nächsten - sehr widersprüchlichen Worten - fort. Es würde nichts machen, denn es war lange her - aber im gleichen Satz die Feststellung, dass sie selbst hätte sterben sollen. Der Satz versetzte ihm für einen kurzen Augenblick einen heftigen Stich. Über Grace dachte er ähnlich. Vielleicht verstand er nur deshalb überhaupt diese noch so leisen Worte aus ihrem Mund.
Es war eine flüchtige Berührung, mit der er ihren Unterarm für einen kurzen Augenblick berührte, so flüchtig & sachte, dass man meinen könnte, es wäre nur ein Windzug, der an ihrem Ärmel zog. "[color:cc7a=white]Ich glaube nicht, dass es gut ist, sich darüber Gedanken zu machen, wer uns warum verlassen hat & ob wir seine Stelle einnehmen sollten[/color]", diese Worte waren getränkt in einer unfassbaren Schwere, weil er wusste, dass er sich selber nicht daran hielt. Er war sich mehr als bewusst darüber, dass er Grace nicht hätte verlieren müssen - aber er hatte sich in den falschen Kreisen aufgehalten. Er hatte sie quasi ausgeliefert. Auf einem Silbertablett. Und wofür? Wofür? Und das war eigentlich die quälenste Frage. Wofür hatte er das getan? Auf diese Frage hatte er schlicht & ergreifend keine Antwort. Denn er hatte nichts. Gar nichts, wenn man es genau betrachtete.
Trotzdem meinte er diese Worte aber absolut erst Kassiopeia gegenüber, denn er bezweifelte, dass sie an die Grenzen gekommen war, die er einmal erreicht hat. Und obgleich die Situation vielleicht anders war, fühlte er sich für den Moment unglaublich verbunden mit ihr. Und dieses Gefühl war ihm fremd, genau das Mitgefühl, was er für sie empfand. So fremd, dass es ihn innerlich beinahe in Angst versetzte. Also nutzte er ihren Weg, um das Thema zu wechseln. "[color:cc7a=white]Vielleicht, ich hoff's. Es wäre eine gute Übung[/color]", erwiderte er auf ihre Worte. Schließlich musste er nach Außen weiter vorgeben, dass er wirklich Lehrer werden wollte.
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Di Apr 10, 2012 11:25 am

[color:fd6e=crimson]"Mein Großvater meinte einmal, dass ich - so lange ich mich weiterhin daneben benehmen sollte - niemals einen Mann finden würde. Weil niemand darauf steht, ein Mädchen zu nehmen, welches keine Manieren besitzt"[/color], zitierte sie den Vater ihrer Mutter mit gerecktem Kinn; musste dann aber grinsen. [color:fd6e=crimson]"Dabei besitze ich durchaus Manieren. Ich finde es nur schrecklich, mich etwas unterzuordnen, was einem die Chance nimmt, individuell zu sein. Zum Beispiel dieses Klischee, dass Mädchen mit Puppen und Jungen mit Autos spielen sollen, weil sich etwas anderes nicht schickt. Was meinen Sie dazu?"[/color]
Interessiert sah sie ihn an. Irgendetwas streifte ihren Arm, es fühlte sich an wie ein Lufthauch. Fast hätte die junge Hexe schwören können, dass es Byfield gewesen war, der sie berührt hatte. Doch sie war sich nicht ganz sicher. Allerdings fiel ihr jetzt auf, dass sie fröstelte. Ihre Arme um ihren Oberkörper schlingend, rieb sie sich mit den Händen über die Oberarme, um sich etwas aufzuwärmen. Ihre Lippen formten sich zu einem sanften, aber traurigen Schmunzeln. Eigenartigerweise fiel es ihr nicht schwer, in seiner Gegenwart über ihre Mutter zu sprechen. So wie bei Sirius. Mit ihm konnte sie auch immer über den Verlust ihrer Mutter sprechen.
[color:fd6e=crimson]"Ich frage mich gar nicht, warum sie uns genommen wurde. Ich weiß, wieso sie nicht mehr ist. Weil sie ihr Leben für das meine gab. Aber manchmal wünschte ich, dass es doch mich getroffen hätte. Aber das hätte meine Familie auch nicht glücklich gemacht."[/color]
Kassi hielt inne und blickte hinauf in den Sternenhimmel. Ihre Augen brannten leicht, wurden glasig, eine einzelne Träne kullerte über ihre Wange, während sie weiterhin lächelte.
[color:fd6e=crimson]"Es mag kitschig klingen, aber ich weiß, dass sie über mich wacht. Dass sie alles sieht. Und ich weiß, dass sie stolz darauf wäre, dass ich meinen Weg gehe."[/color]
Sie fuhr sich mit dem rechten Ärmel über die Augen und lachte leise. Es war ihr schon ein wenig unangenehm, vor dem Praktikanten Tränen zu vergießen.
[color:fd6e=crimson]"Oh man, tut mir leid. Eigentlich bin ich nicht so weinerlich."[/color]
Sie schniefte noch einmal kurz und sah ihn ungezwungen lächelnd an, aufrichtig, fröhlich, so wie man es auch sonst von ihr kannte.
[color:fd6e=crimson]"Ich fände es cool, wenn Sie einmal den Unterricht leiten würden."[/color]
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mi Apr 11, 2012 5:06 am

Mit einem sachten Lächeln auf den Lippen lauschte er ihren Worten, als sie von ihrem Großvater sprach. Und sie fragte ihn sogar nach seiner Meinung. "[color:e610=white]Zu viele gute Manieren machen mir wohl eher Angst, um ehrlich zu sein[/color]", grinste er schließlich. Oh je, warum war er jetzt so verdammt entspannt vor ihr? [color:e610=white]"Klar sind Manieren wichtig, aber zu viele, zu gute, zu perfekte & feine Manieren wirken meistens eher krankhaft[/color]", erklärte er dann seinen Satz weiter. Er hatte das Bedürfnis, sich von ihr zu entfernen, weil er das blöde Gefühl hatte, dass sie ihn nur unnötig durcheinander brachte. Sie verweichlichte ihn - so hätten es manche ausgedrückt.
Als sie schließlich fröstelte, wünschte er sich, er könnte ihr eine Jacke anbieten - aber eine solche hatte er nicht dabei & sein ohnehin eher dünnes Shirt würde ihr auch nicht großartig helfen. Als sie sich schließlich völlig vor ihm öffnete - und in diese Augenblick stellte er fest, dass das schon lange kein Mensch mehr getan hatte - hatte er ein entsetzlich heftiges & beängstigendes Bedürfnis, sie an sich zu ziehen, sie an sich zu drücken. Sie zu halten. Zu beruhigen - vielleicht irgendwie auf die Art, die er immer für Grace aufgebracht hatte. Eine unendlich liebevolle, warme Art, die ihm heute wohl kein Mensch auf Erden mehr zutrauen wurde. Mit diesem Gedanken wurde ihm bewusst, dass Kassiopeia nur ein Jahr älter war als seine kleine, durch ihn verstorbene Schwester. Ein schweres Seufzen entwich seinen Lippen, ohne dass er es aufhalten konnte.
Er hatte mittlerweile ebenfalls inne gehalten & blickte nachdenklich hoch zum Himmel, als sie ihre Überzeugung preis gab, dass man über sie wachte. Daran glaubte Dominic nicht. Das war die einfache, kalte Tatsache: Dominic verabscheute diese Welt & gewiss hatte sie niemanden für ihn parat, der über ihn wachte - man betrachte nur, wie sehr sich sein Leben innerhalb weniger Monate um 180 Grad verändert hatte. Er erkannte die Welt nicht wieder, die er einmal fröhlich durchlaufen hatte. Er erkannte sich selbst nicht wieder - und die Menschen, die über ihn wachten, hätten ihn mindestens dadurch verlassen, dass sie ihn auf dieser Welt nicht mehr fanden, weil er nicht mehr der Mensch war, der er für sie gewesen war. Und Stolz? Stolz... er mochte diesen Gedanken nicht weiter denken. Er senkte Blick & sah sie wieder an. "[color:e610=white]Ein schöner Gedanke[/color]", diese Worte fielen nun wieder so entsetzlich trocken aus, dass man sich sicher sein konnte, dass er ihren Glauben nicht teilte, obwohl er bereit war ihn ihr zu lassen, was Dominic nicht gern tat, denn er hatte schon viele Welten zerstört, wie man seine zerstört hatte. Aber vor ihrer hielt er inne - nur warum?
Sie entschuldigte sich für ihre Gefühle. "[color:e610=white]Nicht nötig die Entschuldigung[/color]", er schüttelte abwehrend den Kopf. Das war sie wirklich nicht. Und dann schlug sie um, um 180 Grad in ihrer Laune. Lächelte & man könnte es ihr fast glauben. Kurz wollte er ihr sagen, dass sie das nicht tun musste, dass er ihr nichts antun würde - aber vielleicht war das später noch gelogen. "[color:e610=white]Abwarten, was sich machen lässt[/color]", erwiderte er dann. Man merkte, wie er sich nun, wo er das Thema möglichst eindeutig versucht hatte unter den Tisch fallen zu lassen, wieder an Spannung verlor. Seine Schultern schienen tatsächlich einige Zentimeter zu sinken, als hätte er sich Sekunden zuvor noch in einer Angriffsposition befunden. "[color:e610=white]Wir sollten uns beeilen, wenn du...[/color]", er ertappe sich bei dem Fehler, "Sie", korrigierte er, "frieren."
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Kassiopeia Lloyd
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BeitragThema: Re: Meet Me At The Night   Mi Apr 11, 2012 12:36 pm

Als Byfield ein schweres Seufzen entrann, sah sie ihn mit schräg gelegtem Kopf an. Ihre braunen, großen runden Knopfaugen musterten ihn kritisch, aber nicht abwertend. Vielmehr nachdenklich interessiert - aber dennoch kritisch. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass ihn etwas bedrückte, dass ihn irgendetwas belastete. Sie mochte ab und an Vorstöße wagen, die sich - abgesehen von James und den Jungs - keiner weiter zutraute, aber sie war anständig genug, um ihn nicht danach zu fragen, was mit ihm los war. Und wie sie ihn so ansah, überkam sie das Gefühl, ihn zu umarmen.
Was sie kurzerhand auch tat.
Ohne groß darüber nachzudenken legte sie ihre schmalen Arme um seinen muskulösen Oberkörper, legte ihren Kopf gegen seine Brust und schloss die Augen.
So etwas machte sie öfter. Leute, die sie gern hatte, umarmte sie einfach kurzerhand. Und Byfield mochte sie sehr gern - trotz des etwas holprigen Starts. Nach einigen Sekunden ließ sie ihn wieder los und ging einen Schritt zurück. Sie lächelte ihn an, sanft und ehrlich.
[color:bfba=crimson]"Ich spüre, dass Sie meinen Glauben nicht teilen. Und das ist okay."[/color]
Sie verschränkte die Arme hinter dem Rücken, den Kopf wieder leicht schräg gelegt, sodass ihr dunkles Haar ihr über eine Schulter fiel. Eine dünne Strähne fiel ihr ins Gesicht, störte die Schülerin aber sehr wenig bis gar nicht.
[color:bfba=crimson]"Sie dürfen mich ruhig duzen. Das macht mir nichts. Wenn Sie möchten, können Sie mich auch Kassiopeia oder Kassi nennen. Kassi eigentlich eher, weil ich darauf mehr höre."[/color]
Sie hatte noch gar keine richtige Lust, ins Schloss zurückzukehren, was aber wohl nicht vermeidbar war. Schließlich war Byfield Praktikant und hatte somit auch eine gewisse Vorbild-Funktion. Er würde nicht zulassen, dass sie noch länger draußen umherwandelte.
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